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177 schlesische Rezepte meiner Großmutter

Meine Großmutter Anna besuchte 1930 in Cosel / Oberschlesien eine Carolusstift – Haushaltungsschule. Eine gute Hausfrau musste damals doch gut kochen können, oder? 🙂

Ihre Pfannkuchen, Apfeltorte, Braten hat die ganze Familie mit Genuss gegessen. Und ich habe immer auf dem Tisch ihr handgeschriebenes Kochbuch gesehen. Das Kochbuch, das sie in der Schule geschrieben hatte.

Jetzt gibt es das Kochbuch bei Amazon (siehe rechte Seite)

Viele der hier veröffentlichen Rezepte sind auch in Papierform zu bekommen.

Und hier stelle ich Ihnen das Kochbuch persönlich vor:

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Kochen!

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Lange Termine in dem Diözesanarchiv Oppeln!

Ich habe in der letzten Zeit mehrere Anfragen nach Urkunden aus den katholischen Gemeinden um Falkenberg (Niemodlin) in Oberschlesien bekommen. Die Kirchenbücher, die ich gesucht habe gibt es noch (manchmal) vor Ort in den Gemeinden oder in dem Diözesanarchiv in Oppeln als Mikrofilme.

Weil ich an einem Ort in Oppeln mehrere Anträge bearbeiten könnte, habe ich mich bei dem Archivdirektor gemeldet und wollte einen Termin vereinbaren.

Der frühste Termin

… befindet sich aber erst im.. Oktober 2016! Das Problem ist, dass das Archiv nur einmal in der Woche arbeitet und dass es dort nur EIN Lesegerät für die Mikrofilme zur Verfügung steht. Kopien können mit eigenen Kameras / Smartfons aus dem Display gemacht werden. Ich habe es noch nie gemacht, der Direktor sagte aber, dass es ganz gut funktionieren soll.

Brauchen auch Sie etwas aus dem Archiv in Oppeln?

Ich werde bestimmt (wenigstens) einen Termin für Oktober buchen. Und wenn ich dabei bin, kann ich gleich mehrere Termine vereinbaren, wenn Interesse besteht.

Melden Sie sich bitte bei mir, wenn Sie in den Kirchenbücher aus der Diözese Oppeln recherchieren oder Kopien machen möchten. Wo sich die für Sie relevante Urkunden befinden können Sie in der Archivdatenbank Pradziad erfahren. Oder schreiben Sie mich an, wenn Sie Zweifel haben.

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Frohe Ostern!

Ich möchte Ihnen Frohe Ostern wünschen!

Aber anders als Sie sonst sehen: keine Küken, keine Hasen, keine bunt bemalte Eier. Das ist doch nicht der Sinn von Ostern.

Unsere Vorfahren, die noch nicht so stark von dem Konsum betroffen wurden wussten noch warum es Ostern gibt und was sie bedeuten. Es wird gefeiert, dass jemand für uns das Ticket in den Himmel mit seinem eigenen Leben bezahlt hat. Im Klartext: KEINER von uns wird sterben, der Platz im Himmel wartet auf uns, wir müssen nur dem Christus vertrauen. Bezahlen brauchen wir nicht mehr – womit auch?

Und hier die frohe Botschaft für alle Ahnenforscher: ja, es wird mal die Möglichkeit geben, sich endlich selbst mit unseren Vorfahren zu unterhalten! 🙂 Fragen stellen, die das ganze Leben offen blieben, Geschichten erzählen, sich in den Arm zu nehmen 🙂 Ist das nicht toll? 🙂

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Frohe Ostern und ein glückliches, ewiges Leben, das wir vor über 2000 Jahren geschenkt bekommen haben!

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Staatsarchiv in Pless (Schlesien)

Letzten Donnerstag habe ich das Staatsarchiv in Pless besucht. Ich wurde gebeten einige Urkundenbücher durch zu schauen und eine bestimmte Heiratsurkunde zu finden.

Der Auftraggeber hat schon mal Kontakt mit dem Archiv aufgenommen und auch eine Antwort (auf polnisch) erhalten. Dann habe ich mich mit einer E-mail gemeldet, die auch schriftlich beantwortet wurde. Als ich vor Ort gekommen bin, die Archivmitarbeiter kannten schon die Geschichte und haben mich vor gewarnt, dass die Aufgabe gar nicht zu leicht wäre. Und sie hatten Recht 🙂 Die gesuchten Nachnamen traten in den Dokumenten sehr oft auf und die gleichen Vornamen haben die Recherchen nicht gerade leichter gemacht 🙂

Wo befindet sich das Archiv?

Es ist sehr leicht zu finden. Der Archivsitz befindet sich in dem Schloss (wo auch ein Museum ist), direkt an dem Marktplatz. Der Eingang zu dem Schlossplatz sieht folgend aus:

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Hinten Links sieht man das Schlossgebäude, der Eingang ist an der Seite:

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Die Erzdiözese in Posen gibt nur Abschriften aus!

Abschrift AP

Was bekomme ich bei einem Erzdiözesenarchiv?

Ich bin immer davon ausgegangen, dass man in den Staatsarchiven und Erzdiözesenarchiven endlich an die originale Kopien kommen kann. Keine Abschriften, keine hohe Gebühren, keine Einschränkungen, endlich sind die Dokumente frei zugänglich!

In den meisten Fällen stimmt das auch. Wenn die Urkundenbücher erhalten wurden, bekommt man für wenig Geld eine Kopie.

In jedem Archiv?

Leider nicht 🙂 Wie es sich in der letzten Zeit gezeigt hat, das Erzdiözesenarchiv in Posen hat seine eigene Regelungen eingeführt.

Es werden dort leider keine Kopien gemacht, sondern nur Abschriften in Form von einer Urkunde.

Wie ihr oben sehen könnt, das ausgestellte Urkunde sieht schön und edel aus (viel schöner als auf diesem Bild), ist mit einem Hologramm versehen. Die Abschriften werden in der gleichen Sprache ausgegeben, wie das ursprüngliche Dokument erstellt wurde. Die Bezeichnungen der Daten werden polnisch und lateinisch beschriftet.

Was kostet es?

So eine Abschrift ist leider nicht mehr so günstig wie die Kopien 🙁 Es gibt zwei Arten von Urkunden:

  • genealogische Urkunden – kosten 30,00 PLN je Dokument
  • amtliche Urkunden für Erb- oder Gerichtszwecken – kosten 100,00 PLN je Dokument
  • dazu werden noch 5,00 PLN Porto berechnet

Falls jemand die Kontonummer braucht:

Bank Zachodni WBK S.A. 6 O. w Poznaniu

Plac Wolności 15, 60-967 Poznań

ARCHIDIECEZJA POZNANSKA

swift code: WBKPPLPP

Kontonummer: PL47 1090 1362 0000 0001 1306 1178

Bekommt man in Posen überhaupt keine Kopien?

Doch, aber in dem Staatsarchiv. Das Erzdiözesenarchiv hat wie gesagt eigene Prozeduren und dort bekommen Sie leider keine Kopien. So wurde es mir leider in einer E-mail (im Januar 2016) mitgeteilt.

Und wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie in anderen Archiven immer die gewünschten Kopien bekommen? Teilen Sie es mit! 🙂

Standesamtsurkunden – was hat sich in den Abschriften geändert?

GU

Ich möchte wieder das Thema „Abschriften“ ansprechen. Es hat sich einiges seit der Veröffentlichung der früheren Posts (gekürzte Heiratsurkunde, , gekürzte Geburtsurkunde, vollständige Geburtsurkunde) zu diesem Thema geändert, andere Sachen habe ich neu entdeckt.

Erstens – die Formulare wurden geändert.

Die neuen sehen etwas „moderner“ aus, hier können Sie das Muster der gekürzten Geburtsabschrift sehen und hier der vollständigen (erste Seite, zweite Seite). Der Datenumfang ist gleich geblieben.

Internationale, gekürzte Abschriften

Ich wusste es nicht früher, aber es gibt so was wie die Internationale gekürzte Urkunden, die nicht mehr übersetzt werden müssen. Sie sind zweisprachig (hier: polnisch und französisch), aber laut der Konvention Nr. 16 (die im Wien am 08.09.1976 erstellt wurde) solche Dokumente werden in mehreren Ländern anerkannt, u.a. in Deutschland, Österreich, Belgien, Spanien, Frankreich, Holland, Luxemburg. Die Gebühr ist gleich wie für eine „normale“ gekürzte Anschrift, 22,00 PLN (ca. 5,00 EUR). Wenn die Behörden also nach einer Urkunde verlangen fragen Sie immer, ob dieses Dokument in Ordnung wäre. Dann sparen Sie an den Übersetzungskosten und natürlich Zeit.

Das zuständige Standesamt ist nicht mehr so wichtig

Seit dem 01.03.2015 ist es theoretisch möglich, in jedem Standesamt in Polen beliebige Unterlagen zu beantragen. Es wurde ein EDV-System eingeführt, das die Bestände aller Ämter umfasst und es soll keine Rolle mehr spielen ob Sie die Urkunden z.B. aus Breslau genau in Breslau oder in Stettin anfordern. So sagt wenigstens die Theorie 🙂 In der Praxis sieht es leider so aus, dass man sich lieber doch an das zuständige Standesamt werden soll (siehe unten). Nicht alle Dokumente befinden sich schon in dem EDV-System, die Ämter müssen miteinander kommunizieren, was natürlich die Bearbeitungszeit beeinflusst.

Was findet man in der Abschrift (nicht)?

Und noch eine Sache, die mich in den letzten Tagen sehr überrascht hat. Auf einer vollständigen Abschrift der Geburtsurkunde befinden sich gar nicht ALLE Daten aus dieser Urkunde!! Hier habe ich wahrscheinlich den Fehler gemacht, dass ich das Dokument aus dem Standesamt Nowogrodziec in dem Standesamt Boleslawiec beantragt habe – was theoretisch keine Rolle spielen sollte. Sie können sich erinnern – das EDV System 😉 Auf der Abschrift befanden sich aber keine Notizen zu der Heirat dieser Person und ich wusste, dass sie verheiratet war. Nach einer zusätzlichen Anfrage in Boleslawiec habe ich erfahren, dass ich mich direkt an das Standesamt Nowogrodziec wenden soll. Nach einer Überprüfung hat sich erwiesen, dass es die Heiratsdaten doch vorhanden waren, wurden aber in das System nicht eingeführt. Was wieder bestätigt, dass man am besten immer das zuständige Amt ansprechen soll.

Haben auch Sie irgendwelche Erlebnisse mit der Beschaffung der Urkunden, die Sie positiv oder negativ überrascht haben? Teilen Sie es den Kommentaren mit! 🙂

Archiv der Erzdiözese Kattowitz im Radio

Gestern habe ich überrascht den Kustos aus dem Archiv der Erzdiözese Kattowitz, Herrn Wojciech Schäffer in dem lokalen Radio gehört. Und zwar in einer Sendung, die die Ahnenforschung förderte! Es hat sich erwiesen, dass Herr Schäffer selbst seine Familiengeschichte erforscht. Er hat unterschiedliche Anekdoten über seine Familie erzählt, Bilder beschrieben und interessant über die Geschichte der schlesischen Region gesprochen.

Wie wir wissen, das Archiv der Erzdiözese Kattowitz gehört zu den „unfreundlichen“. Ich habe also gleich die Gelegenheit genutzt und eine E-mail an Herrn Schäffer geschickt. Einerseits mit der Beschwerde über die Probleme mit dem Zugang zu den Urkunden, die sich dort befinden, andererseits mit der Bitte um Unterstützung für „alle Ahnenforscher der Welt“ 🙂 Er soll doch die Bedürfnisse anderer Ahnenforscher gut verstehen, wenn er auch einer von uns ist.

Er hat mir gleich eine Antwort geschickt. Er war überrascht, dass das Archiv so negativ bewertet wird. Viele Urkundenbücher seien doch digitalisiert (Pless, Nikolai, Gieraltowitz u. a.) und stehen in dem Archiv zur Verfügung. Es werden davon Farbkopien gemacht (für 8 PLN, ca. 2 EUR), jeden Tag gibt es vor Ort Ahnenforscher, die die Bestände benutzen.

Es mag schon sein, aber die digitalisierte Bestände seien nur ein Bruchteil aller Urkundenbücher, die in dem Archiv aufbewahrt werden (genaue Liste: http://archiwum.archidiecezja.katowice.pl/de/index/content/19/).
Ich habe auch auf die Schwierigkeiten hingewiesen, die mit den Formalitäten verbunden sind. Um eine Abschrift (Kopien werden nicht gemacht) aus den NICHT digitalisierten Bücher zu bekommen muss man entweder persönlich kommen, oder eine vom Notar (!) beglaubigte Kopie des Personalausweises schicken, oder wenn die Sache durch eine bevollmächtige Person gemacht wird, die Vollmacht auch notariell beglaubigen!  So ein Aufwand für Dokumente, die schon längst über 100 Jahre alt sind!

Darauf habe ich schon keine Antwort mehr bekommen. Soll eine Änderung der Regeln vorkommen, werde ich hier natürlich davon berichten. Ich hoffe, dass Herr Schäffer die Lage versteht. Ich werde ihn ab und zu fragen, ob sich die Zugangsregel geändert haben 🙂

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