Ehrhardt Hochzeit Standesamt 20.04.07 029
Ich habe neulich eine Anfrage bekommen, wo sich um standesamtliche Urkunden aus dem Jahr 1911 handelte. 1911 war vor 100 Jahren und die alte Urkunden können sich nach der “100 Jahre Regel” entweder noch im Standesamt oder schon im Staatsarchiv befinden. Wie kann man sie finden?

Alte Dokumente werden wie ich schon früher erwähnt habe nach 100 Jahren in das Staatsarchiv verlegt. So sagt die Theorie :) In der Praxis sieht es unterschiedlich aus. In Gleiwitz wurden vor Kurzem noch alle Dokumente im Standesamt gelagert, weil in dem Archiv.. keinen Platz dafür gab. Jetzt gibt es im gleiwitzer Archiv Urkunden bis 1905.

Und wie können Sie überprüfen wo genau sich die Dokumente aus der 100 Jahre Grenze momentan befinden? Ich würde hier wieder an die Datenbank PRADZIAD kommen, wo einfach die Bestände der einzelnen Staatsarchive durchgesucht werden können. Dort finden Sie auch die Kirchenbücher der unterschiedlichen Kirchengemeinden (katholisch, evangelisch, jüdisch usw.). Wenn der Jahrgang noch nicht auf der Liste steht heißt es, dass man danach in dem Standesamt suchen soll.
Die Suchmaske ist einfach und auch in englisch vorhanden, in meinem Handbuch finden Sie jedoch Übersetzungen der einzelnen Begriffe.

Na gut, aber was macht den eigentlichen Unterschied zwischen dem Standesamt und dem Archiv?

  • der Zugang zu den Dokumenten. In dem Standesamt müssen Sie beweisen, dass Sie mit der befragten Person verwandt sind, im Archiv duerfen Sie durchstöbern was Sie nur wollen.
  • in dem Standesamt bekommen Sie sehr selten eine Kopie. Es werden hauptsächlich Abschrifte gemacht, die teurer sind und können unvollständig sein (z.B. ohne Randvermerken ) oder Fehler haben.

Wenn Sie selbst so einen Fall haben würde ich Ihnen empfehlen ein oder zwei Jahre zu warten bis die Dokumente in das Staatsarchiv eintreffen. Dann können Sie das Archiv anschreiben und die Kopien beantragen, die für den Ahnenforscher doch von größerer Bedeutung als die Abschrifte sind.

Oktober 23, 2011 · Eintrag unter Archive, Informationsquellen, Standesamt  

Salt Lake City LDS Temple - Split Tone

Es ist immer wieder schön, wenn man im Internet Quellen findet, die den Besuch in einem Archiv oder eine lange Reise ersparen. Oder sogar den Zugang zu diversen Daten ermöglichen.

Weltbekannt sind die Mormonen-Archive bei www.familysearch.org. Um in der umfangreichen Datenbank stöbern zu können musste man bis jetzt erst ein Zentrum der Mormonen finden, dann dort die Mikrofilme bestellen und erst dann hatte man die Möglichkeit in die alte Kirchenbücher einen Blick zu werfen.

Diese Zeiten sind jetzt langsam vorbei. Die Mormonen Bestände werden nach und nach ins Netz gestellt. Zur Zeit gibt es nicht sehr viele polnische Kirchenbücher online, aber einige Ahnenforscher können sich schon freuen.

Die Online Datenbank für Polen ist unter folgendem Link zu finden:
https://www.familysearch.org/search/collection/list#page=1&countryId=1927187
Hier kann man sehen was schon verfügbar ist, in Diözesen geteilt, dabei sieht man wann die Daten letztens geändert oder ergänzt wurden. Momentan ist die Diözese Radom sehr umfangreich verfügbar. Es lohnt sich auch bei “Poland, Roman Catholic Church Books, 1600-1950″ reinschauen. Wen man den Text „Browse through xxx images“ anklickt gelingt man zu den Kirchenbücher aus der Gegend von Kattowitz, Oppeln, Kielce, Lublin und Łódź (das ist wie gesagt der heutiger Stand, mit der Zeit kann sich hier viel ändern).

Die Kirchenbücher werden als Bilder dargestellt, die man beliebig vergrößern, drehen, drucken und speichern kann.

Der Anfang wurde also gemacht. Ich hoffe, dass mit der Zeit immer mehr Kirchenbücher online gestellt werden, irgendwann vielleicht auch alle. Alle, die von den Mormonen verfilmt wurden, was nicht immer der Fall ist. Ein bekanntes „schwarzes Loch“ ist z.B. die Diözese Kattowitz. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. :)

April 27, 2011 · Eintrag unter Archive, Informationsquellen  

Ich hatte letztens Kontakt mit dem Staatsarchiv in Marienburg (eigentlich ist es das Staatsarchiv in Elbing mit Sitz in Marienburg). Ich habe dort Kopien von Geburtsurkunden beantragt, mit der genauen Angabe von Geburtsdatum und Geburtsort.  Deswegen waren die Kopien sehr billig – 2 PLN (ca. 0,50 EUR) pro Stück.  Wenn die Daten aber ungenau sind und es wird nötig zusätzliche Recherchen durchzuführen, kostet das 25 PLN / Stunde.

Bevor ich die Kopien aber bekommen habe (oder bevor das Archiv mit irgendwelchen Arbeiten gestartet hat), schickte mit das Archiv ein Schreiben mit der Bitte 4 PLN  zu überweisen, um die Kopien zu bekommen. Bei anderem Arbeitsaufwand wird die Summe natürlich anders. Diese Vorgehensweise ist wohl üblich in den Archiven.

Die Banknummer (IBAN) des Staatsarchivs lautet:  37 10101140 0206201391500000, (SWIFT werde ich noch erfahren), Bank: NBP Oddział Gdańsk.
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April 7, 2010 · Eintrag unter Archive, Informationsquellen  

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